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BLAF Galerie

TITEL Gebäude + + + Annonce + + + Architekt +++ Ehemaliger Bestand
+++ Rezension Domus Magazin

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Gebäude
New York | 599 11th Avenue

Blaf Depot Galerie Aussenansicht
Aussenansicht

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Architekt

Gestaltet vonJulian von der Schulenburg 2014, einem unabhängigen, preisgekrönten Designbüro mit Sitz in New York und Berlin. Das 2007 gegründete Unternehmen beschäftigt sich mit Wohn-, Geschäfts- und Bürogebäuden sowie Inneneinrichtungen und verfolgt dabei ein besonderes Interesse an der architektonischen Bedeutung von Raum und Licht. --- Julian von der Schulenburg gründete 2007 das Designbüro in Brooklyn. Zuvor arbeitete Julian für Caruso St. John Architects in London, Pritzker-Preisträger Peter Zumthor in der Schweiz und Rem Koolhaas' Büro für metropolitane Architektur in New York. Er erhielt den Master of Architecture von der academia di architettura di mendrisio in der Schweiz unter der Leitung von Valerio Olgiati und Peter Zumthor. Julian unterrichtet Architekturdesign an der Accademia di Architettura, Iuav School of Architecture in Venedig, Parsons School for Design, New Jersey Institute of Technology, Syracuse University und hält Gastvorlesungen am City College, Cooper Union, University of Pennsylvania, Moma PSL und Columbia University, derzeit unterrichtet er in einem graduierten Designstudio an der Rhode Island School of Design. Er ist international assoziiertes Mitglied des American Institute of Architects und lizenziertes Mitglied der Bundeskammer Deutscher Architekten. mehr

KOMMENTAR: Warum wird hier die Adresse von Long Island City angegeben, obwohl sich das Objekt in Midtown West befindet, nämlich 599 11th Avenue, Fl 4.
Julian weiss nichts über NO!art und was NO!art ist. Diese dummen Architekten arbeiten nur für Geld, um ihre eigenen Visionen zu erzwingen. Sie arbeiten nie für den Menschen. Sie alle bauen nur Käfige. Mein Wunsch ist: Alle diese Architekten zu verhaften und lebenslang in ihren Gebäuden einzusperren, die sie wider die Menschlichkeit gebaut haben. --- Dietmar Kirves

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DER EHEMALIGE BESTAND AN VERSCHIEDENEN ORTEN
Mit der Kamera festgehalten einen Monat nach dem 9. September 2001 von Dietmar Kirves
in der 6., 66. und 77. Straße in New York [= 59 Aufnahmen]

FRAGEN AN DIE BORIS LURIE ART FOUNDATION:

■ Welcher Experte war für die Archivierung zuständig?
■ Wer hat das alles durchgesehen?
■ Wer hat das alles sortiert?
■ Wer hat entschieden, was wegzuwerfen ist?
■ Motto: Ist das Kunst oder kann das weg?
■ Wo sind die Autographen von Boris und anderen?
■ Wo ist das Gästebuch von der March-Galerie geblieben?
■ Warum wurden diese seine Orte nicht für die Nachwelt als Denkmal erhalten,
was mit 85 Millionen Dollar zur Verfügung gut möglich wäre?

Keiner von Boris Freunden oder Bekannten wurde zu Rate gezogen zum Umgang mit Boris' Kunsthinterlass. Vollkommen NO!art-Unwissende haben hier mit brachialer Gewalt eine Sammlung herausgesucht zur Aufbewahrung in ihrem menschenfeindlichen Kunstbunker. Dafür beteiligen sich sogar noch Architekten an der Vergewaltigung. Dazu werden noch angebliche Restauratoren beauftragt, Bilder nach ihrem Gusto neu zu übermahlen. Interessant dazu wären spätere Röntgenaufnahmen.

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REZENSION

Die von Julian von der Schulenburg entworfene Galerie zur Präsentation, Lagerung und Verwaltung der Sammlung von Gertrude Stein ist ein programmatischer Hybrid aus Kunstlager und Ausstellungsraum.

Rezension in domus magazine, Mailand/Italien am 12. Oktober 2016 | Fotos von Dean Kaufman
Quelle: https://www.domusweb.it/en/news/2016/10/12/warehouse_gallery_.html

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

Die Depot-Gallerie befindet sich in einem riesigen, stadtblockgroßen, 8-stöckigen Lagergebäude aus den 20er Jahren in Midtown-West, einige Blocks nördlich des Kunstviertels Chelsea, im vierten Stock. Eine Kunstmanagementfirma, die überwacht, schützt, luft- und feuchtigkeitskonditioniert ist, lagert hier Tausende von Kunstwerken, die sich im Besitz von Museen, privaten Sammlern und Auktionshäusern befinden und alle ihre Stockwerke füllen.

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

Von der Straße aus gesehen lagern die Schätze des Gebäudes vollkommen unbemerkbar. Es gibt keine Schilder. Im Erdgeschoss befinden sich mehrere überdimensionale Aufzuggaragentor, die sich in einem schäbigen und unsauberen Zustand sind. Museumsdirektoren, Kuratoren und private Sammler kommen nur nach Vereinbarung hier rein, um Kunst zu sehen. Die Lagergalerie der Boris Lurie Art Foundation befindet sich im 5. Stock. Die Auftraggeberin, die Kunstsammlerin Gertrude Stein, wünschte sich einen Raum für die Ausstellung, Lagerung, Organisation und Verwaltung ihrer Sammlung: über 3.000 Werke des Künstlers Boris Lurie. Das Programm für den Raum umfasste Lagerung, Restaurierung, Archiv, Büro und einen Ausstellungsraum: ein programmatischer Hybrid aus Kunstlager und Ausstellungsraum. Boris Lurie (1924 -2008) war ein amerikanischer Künstler und Schriftsteller. Er war Mitbegründer der NO!art-Bewegung, die fordert, dass Kunst zu sozialem Handeln führt. Seine umstrittene Arbeit hat Kritiker und Kuratoren oft irritiert und sich schlecht verkauft.

KOMMENTAR: Boris Lurie war gegen den Verkauf seiner Werke. Seine Meinung war: Alles was verkauft wird, ist verloren. Man merkt hier wieder, wie unwissend Gertrude die Autoren informiert.

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

Lurie wanderte 1946 von Osteuropa nach New York aus, nachdem er den Holocaust überlebt hatte. Diese traumatisierenden Erfahrungen hinterließen einen bleibenden Eindruck auf Boris Luries Leben und Werk. Eines seiner bekanntesten und umstrittensten Werke ist Railroad Collage (1959), eine Collage aus zwei Fotografien, die ein Pin-up-Mädchen zeigt, das sich inmitten der Leichen von Gaskammeropfern auf einem Flachwagen auszieht. Lurie ist Mitbegründerin der NO!art-Bewegung, die fordert, dass Kunst zu sozialem Handeln führt. Es stellte sich gegen den Abstrakten Expressionismus und die Pop Art, lehnte aber vor allem die Ökonomisierung der Kunst ab und widmete sich politischen Themen wie Rassismus, Sexismus und Konsumismus. Stücke von Lurie sind heute in den ständigen Sammlungen der National Gallery of Art (Washington, D.C.), des Museum of Modern Art (New York) enthalten und waren unter anderem Gegenstand einer Retrospektive an der University of Chicago und im Whitney Museum of American Art (New York). In diesem Sommer fand im Jüdischen Museum in Berlin eine große Retrospektive mit dem Titel "No Compromises! Die Kunst von Boris Lurie".

KOMMENTAR: Eine Retrospektive an der University of Chicago hat es nie gegeben. Hier handelt es sich um die Ausstellungen NO!art and the Aestehtics of Doom, 2001 im Mary and Leigh Block Museum of Art Northwestern University | 1967 South Campus Drive | Evanston, IL

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

Die Idee für den architektonischen Entwurf war, "einen starren, abstrakten Raum zu schaffen, der mit dem expressiven, manchmal aggressiven Inhalt der darin enthaltenen Kunstwerke kontrastiert", wie der Architekt sagte. Unter Umgehung des "White-Cube"-Konzepts des konventionellen Galerien-Designs wird die Abstraktion als grafisches, dreidimensionales Muster monumentaler, raumtrennender Möbel erreicht - Einbauten in kontrastierendem Schwarz und Rot, Farben, die der Künstler häufig verwendet. Die Symmetrie und Steifigkeit des Grundrisses folgt der rhythmischen Wiederholung tiefer, weitgespannter Betonbalken des bestehenden, stützenfreien Raumes.

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

Das Strukturmodul definiert die Innenorganisation. Der Raum ist in drei programmatische Abschnitte unterteilt: Eingang / Büro, Kunstlagerung/Ausstellung und Restaurierung/Verpackung. Die raumhohen, rutenartigen "Lagertürme" wurden nach Maß entworfen, um der Bandbreite, Größe und Art der Kunstwerke gerecht zu werden: Gemälde, Collagen, Skulpturen und Zeichnungen auf flachen Akten, vertikale Regale, Schubladen und Rollen. Metallgewebe-Lagerregale scheinen über den Raum zu "schweben" und verbergen die Befestigungsschienen zwischen den tiefen Betonbalken. Die Regale werden für größere Gemälde und Kunstwerke verwendet, die ausgestellt und für Ausstellungen vorselektiert werden. Das Abstellen der Gleitregale in verschiedenen Konfigurationen innerhalb des Raumes ermöglicht ein individuelles Zirkulationsmuster je nach kuratorischer Präferenz. Die Ausrichtung und Wiederholung von Lagertürmen, Regalen und Trägern verstärkt die visuelle Wirkung von räumlicher Tiefe und Perspektive.

Julian von der Schulenburg: Boris Lurie Art Foundation, New York

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